Missionare von der Heiligen Familie

Missionare von der Heiligen Familie

Jesus Christus sagt im Matthäus Evangelium: „Die Ernte ist gross, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“ (Mt 9,37-38). Der französischen Priester Johannes Berthier fühlte sich von diesem Wort des Herrn so stark angesprochen, dass er einen grossen Teil seines Lebens dieser Sorge Jesu widmete. Im Jahr 1895 gründete er unsere Ordensgemeinschaft und benannte sie nach der Heiligen Familie. Wir fühlen uns besonders der Mission, der Förderung von geistlichen Berufen und der Familienseelsorge und verpflichtet.

P. Johannes Berthier MS

Gründer der Ordensgemeinschaft der Missionare von der Heiligen Familie

Aktuelles

Unser Glaube

Begegnungen

P. Wilhelm von Rüden
Begegnungen in Wertschätzung und Achtsamkeit, in Of­fenheit und Toleranz, sind die Chance, „Hand in Hand“, und nicht allein auf dem Weg zu sein, sondern im Miteinander Christus in der Welt darzustellen, und ihm in der Welt ein Gesicht zu geben.

Besinnung 100 - Johannes 2,1-11

Alois Hüging MSF

Die Hochzeit zu Kana

„Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2,3-5)!

      Jesus war von einem der führenden Pharisäer zu einem Essen eingeladen. Da nutzte er die Gelegenheit, die Anwesenden darüber zu belehren, wen sie zu einem Essen einladen sollten, nämlich Arme und einfache Leute, von denen sie keinen Vorteil erwarten könnten. Da unterbrach ihn einer der Gäste voll Freude und sagte: „Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf“ (Lk 14,15). Dieses Wort passt gut zur Hochzeit in Kana. Was Johannes berichtet, ist eine Hochzeit unweit von Nazareth. Johannes beschreibt in seinem Evangelium ganz konkrete Erlebnisse, bei denen er selber anwesend war. Er erzählt sie jedoch so, dass er jeweils auch eine tiefere theologische Bedeutung vermitteln kann. Der Bericht über die Hochzeit zu Kana will vor allem zur Freude im Glauben anregen.

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Besinnung 99 - Mk 13, 24-31

Alois Hüging MSF

Die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit

„Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels“ 
(Mk 13,26-27).

      Der vorliegende Text aus dem Markus Evangelium ist eine Anfrage an uns alle. Glauben wir nur, dass Jesus am Ende der Zeiten kommt mit großer Macht und Herrlichkeit oder verspüren wir eine freudige Erwartung für sein verheißenes Kommen? Jeder weiß, dass Erwarten mehr bedeutet als die Annahme, dass Jesus als Richter und Erlöser wiederkommen wird. Das Kommen des Herrn hoffnungsvoll erwarten, setzt einen lebendigen Glauben voraus,

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Besinnung 98 - Johannes 15,2-19

Alois Hüging MSF

Der göttliche Winzer

„Jede Rebe an mir die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt“ (Joh 15,2).

      Das Bild vom Weinstock war im Alten Testament bekannt. Israel war der Weinstock Gottes. Israel hat aber die erwarteten Früchte nicht gebracht. Schon der Prophet Jeremias klagt: „Wie hast du dich gewandelt zum Wildling, zum entarteten Weinstock“ (Jer 2,21). Gott erwartete Früchte. Daher setzte er einen neuen Anfang. Er pflanzte seinen Sohn Jesus Christus als neuen Weinstock, mit dem alle Glaubenden als Reben verbunden sein sollen.

      Jesus nennt seinen Vater den Winzer. Gott kann sich auf seinen neuen Weinstock, seinen Sohn, verlassen. Dieser wird die gewünschten Früchte bringen. Der göttliche Winzer sieht aufmerksam auf die Reben. Diese sollen Früchte bringen. Reben, die keine Früchte bringen, schneidet er ab. Jene aber die Frucht bringen, reinigt er, um eine grössere Ernte einfahren zu können. Das Reinigen geschieht mit der Schere. Er schneidet alles ab, was unwesentlich oder überflüssig ist. Ein vielsagendes Bild dafür, wie der göttliche Winzer arbeitet! Dieser fügt der Rebe durch das Schneiden einen Schmerz zu, um so für Gott wertvoller zu sein. Gerade an grossen Heiligen wird das deutlich. Gott hat ihnen vieles genommen, was sie daran hinderte, noch mehr und noch bessere Früchte hervorzubringen. Der himmlische Vater reinigt die menschlichen Reben. Sie sind am Weinstock, um Frucht zu bringen; das ist ihre Bestimmung nach dem Willen Gottes. Das Reinigen besonders der edlen Reben, ist ein Ausdruck für das Kreuz, das Gott ihnen zugemutet hat. Als Heilige waren sie auf einem guten Weg und brachten bereits gute Früchte. Gott aber wünschte noch mehr von ihnen. Daher führte er sie in den Schatten des Kreuzes Christi.

      Das Bild vom Weinstock unterstreicht vor allem die Verbindung der Rebe mit dem Weinstock. Damit ist die enge Verbindung eines Christen mit dem Herrn gemeint. Es heisst im Evangelium vom Weinstock: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“. Solange die Rebe am Weinstock bleibt und Frucht bringt, darf sie am Weinstock bleiben. Wenn sie keine Frucht mehr bringt, wird der Winzer sie abschneiden.

      Das Verbleiben am Weinstock ist wesentlich. Jesus sagt auch, worin das Frucht-bringen besteht. Er sagt: „Bleibt in meiner Liebe“(9)! In der Liebe Christi bleiben, ist kein untätiges liebendes Verweilen. Liebe drängt immer nach vorn. Sie will andere erreichen. In der Liebe Christi bleiben bedeutet, auf Christus ausgerichtet sein und auf seine Liebe zum Menschen. Wahre Liebe zu Gott kennt grundsätzlich zwei Richtungen, die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen. Das eine lässt sich vom anderen nicht trennen. Wer Gott wirklich liebt, bemüht sich auch, Gott in seiner Liebe zum Menschen ähnlich zu werden. Deswegen sieht der Christ die Menschen in seiner Umgebung im Licht der Liebe Gottes. „Bleibt bin meiner Liebe“ (9) ist ein Auftrag für das ganze Leben. Immer sind Menschen in unserer Nähe, die von Gott geliebt werden.

      Da bleibt noch die Frage, wie denn unsere Früchte zustande kommen. Das Bild vom Weinstock gibt uns eine liebevolle Antwort. Der Weinstock steht für Christus. Wir sind die Reben. Und an den Reben hängen die Trauben. Wie kommen nun die Früchte an die Reben? Welchen konkreten Beitrag leisten die Reben? Sie sind am Weinstock und die reifen Früchte hängen an ihnen. Die Reben bringen die Früchte nicht hervor. Alle nährende Kraft kommt vom Weinstock. Diese Nahrung bringt die Früchte hervor. Die einzige Aufgabe der Reben besteht darin, durchlässig zu sein für die Nahrung, die vom Weinstock ausgeht. Je durchlässiger sie sind, umso schöner und reicher wird die Frucht. Wir sind die Reben am göttlichen Weinstock. Unsere Aufgabe ist es, auf unserem Pilgerweg immer durchlässiger zu werden für das Wirken Gottes in dieser Welt. Wo es dem Christen gelingt, für Gott durchlässig zu sein, dort wachsen die Früchte Gottes. Und diese Früchte werden dann ihm zugeschrieben. „Wer in mir bleibt, bringt reiche Frucht“, sagt Jesus. Dies ist ein wunderschönes Bild für das Wohlwollen Gottes zum Menschen. Er selber bringt die Frucht hervor, aber überall, wo ein Mensch mit Christus in Verbindung bleibt, und durchlässig ist für das Heilswirken Gottes in der Welt, dort werden ihm die Früchte Gottes zugeschrieben. 

 

 

 

 

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Besinnung 97 - Markus 9,38-47

Alois Hüging MSF

„Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt.  Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! … Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. (Mk 9,38-40).

      Der Apostel Johannes hatte einen Mann getroffen, der im Namen Jesu Dämonen austrieb. Das störte ihn gewaltig, weil der Mann nicht zu ihnen gehörte. Dämonen austreiben, das war doch eine Sache Jesu. Manchmal hatten auch sie, die Apostel, die Ehre, im Namen ihres Meisters Dämonen auszutreiben. Sie erhielten dafür aber jeweils einen besonderen Auftrag. Und da traf Johannes einen Menschen, der sich die Freiheit nahm, ohne einen Auftrag durch Jesus Dämonen auszutreiben. Das widersprach seinem Empfinden von der Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Das Argument des Johannes lautete: „Der da gehört nicht zu uns. Also ist er gegen uns.“

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Besinnung 95 - Markus 7,32-37

Alois Hüging MSF

Die Heilung des Taubstummen

„Danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden“ (Mk 7,34-35).

      Wir dürfen fragen: Wie kam es zur Heilung des Taubstummen? Sicher hatten Menschen in der Umgebung des Behinderten Mitleid. Verwandte, Freunde und Nachbarn sahen, wie der Mann vom Leben in der Gesellschaft abgeschnitten war. Als sie erfuhren, dass Jesus aus Nazareth in der Nähe war, brachten sie ihn zu Jesus. Sie glaubten, Jesus werde sicher helfen und das Schicksal des Taubstummen lindern.

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