Besinnung 97 - Markus 9,38-47

Alois Hüging MSF

„Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt.  Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! … Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. (Mk 9,38-40).

      Der Apostel Johannes hatte einen Mann getroffen, der im Namen Jesu Dämonen austrieb. Das störte ihn gewaltig, weil der Mann nicht zu ihnen gehörte. Dämonen austreiben, das war doch eine Sache Jesu. Manchmal hatten auch sie, die Apostel, die Ehre, im Namen ihres Meisters Dämonen auszutreiben. Sie erhielten dafür aber jeweils einen besonderen Auftrag. Und da traf Johannes einen Menschen, der sich die Freiheit nahm, ohne einen Auftrag durch Jesus Dämonen auszutreiben. Das widersprach seinem Empfinden von der Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Das Argument des Johannes lautete: „Der da gehört nicht zu uns. Also ist er gegen uns.“

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Besinnung 96 - Matthäus 22,1-13

Alois Hüging MSF

Das Himmelreich
„Jesus sagt: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lasse“ (Mt 22,1).

      Jesus gebraucht eine Anzahl von Bildern, die alle etwas vom Himmelreich offenbaren. Im vorliegenden Text vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem grossen Fest. In allen Kulturen weist ein Festessen auf freundschaftliche Beziehungen hin. Im Gleichnis lädt ein König zur Hochzeit seines Sohnes ein. Als alles vorbereitet war, schickte er seine Diener, um gemäss dem Brauch jener Zeit den Gästen zu sagen: Es ist alles bereit. Kommt zur Hochzeit! Die Geladenen interessieren sich aber nicht für das Fest des Königs. Ihre Arbeiten und Geschäfte sind ihnen wichtiger. Einige Diener werden schroff abgewiesen, andere sogar getötet. Die Enttäuschung des Königs ist verständlich. Da er sich aber auf jeden Fall mit Gästen freuen möchte, lässt er durch seine Diener andere Menschen einladen. Die Diener gehen auf die Strassen und laden alle ein, die sie gerade treffen, gute und böse.

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Besinnung 95 - Markus 7,32-37

Alois Hüging MSF

Die Heilung des Taubstummen

„Danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich! Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden“ (Mk 7,34-35).

      Wir dürfen fragen: Wie kam es zur Heilung des Taubstummen? Sicher hatten Menschen in der Umgebung des Behinderten Mitleid. Verwandte, Freunde und Nachbarn sahen, wie der Mann vom Leben in der Gesellschaft abgeschnitten war. Als sie erfuhren, dass Jesus aus Nazareth in der Nähe war, brachten sie ihn zu Jesus. Sie glaubten, Jesus werde sicher helfen und das Schicksal des Taubstummen lindern.

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Besinnung 94 - Johannes 6,29-35

Alois Hüging MSF

Jesus ist das Brot des Lebens

 „Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben“ (Joh 6,35).

Viele Leute waren begeistert von Jesus. Nach einer langen Unterweisung hatte er ihnen Brot zu essen gegeben. Deswegen suchten sie ihn. Jesus sagte ihnen, dass sie ihn nicht gesucht hätten, weil sie das Zeichen der Brotvermehrung verstanden hätten. Ihr Motiv, ihn wiederzufinden, war sehr irdisch. Da sie aber von Jesus beeindruckt waren, fragten sie ihn: „Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen“. Die Antwort Jesu lautete: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“.

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Besinnung 92 Offenbarung 1,5-8

Alois Hüging MSF

Gott liebt uns

„Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen“ (Offb 1,5-6).

      Bevor Johannes von seiner überwältigenden Vision auf der Insel Patmos berichtet, weist er auf einige wichtige Aspekte im Heilswirken Gottes hin. Zunächst erwähnt er die Liebe Christi zu uns. „Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut“ (Offb 1,5). Johannes spricht in der Gegenwart, weil Christus uns dauernd liebt, von Ewigkeit bis in alle Ewigkeit. Was Christus in seiner Liebe für uns getan hat, sagt Johannes in der Vergangenheit. Christus hat uns erlöst durch sein Blut. Dieses Heilswirken ist wie ein Spalt im Geheimnis Gottes, durch das ein Strahl des göttlichen Lichtes, nämlich der göttlichen Liebe, zu uns gelangt. Dann berichtet Johannes weiter, dass Christus uns zu Königen und zu Priestern vor Gott, seinem Vater, gemacht hat.

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