Besinnung 91- Johannes 6,41-50

Alois Hüging MSF

 Jesus das Brot vom Himmel

 „Da murrten die Juden gegen ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen“ (Joh 6,41-42)?

 

      Viele Juden empörten sich über Jesus. Er hatte gesagt: „Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist“. Diese Aussage ging den Zuhörern zu weit. Sie wussten doch, woher Jesus kam. Sie kannten Josef seinen Vater, seine Mutter und die übrigen Verwandten. Wie konnte er sagen, dass er „vom Himmel gekommen“ war. Das konnten sie nicht glauben. Jesus entgegnete ihnen kurz und schlicht: „Murrt nicht!“ Er gibt keine weitere Erklärung.
      Jesus wurde vom himmlischen Vater in diese Welt gesandt. An ihn glauben kann nur, wenn der Vater, der ihn gesandt hat, die Menschen zum Glauben führt (vgl. Joh 6,44). Jesus rührt hier an ein schwieriges Geheimnis. Gott sandte seinen Sohn in diese Welt, um allen Menschen den Zugang zum ewigen Leben zu ermöglichen. Obwohl er alle Menschen meint und liebt, offenbart er sich nicht allen in gleicher Weise. Warum Gott das tut, wissen wir nicht. Schon durch den Propheten Jesaja ließ er uns sagen: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“ (vgl. Jesaja 55,8). Jesus belässt es bei dem kurzen Wort: „Murrt nicht!“

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Besinnung 90 - Markus 10,33-45

Alois Hüging MSF

„Wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45).

Die Heilung eines Blinden bei Jericho: 10,46-52

       Jesus näherte sich der Stadt Jerusalem. Da sagte er seinen Jüngern, dass der Menschensohn den Hohepriestern ausgeliefert und schliesslich getötet werde. Jesus hatte bereits zweimal zuvor von seinem bevorstehenden Leiden gesprochen. In seiner inneren Not und in der Angst vor dem, was ihn in Jerusalem erwartete, sprach er darüber zu seinen Jüngern. Sicher wollte er auf seinem schweren Gang nach Jerusalem Freunde um sich haben, die mitfühlten. Das war ihm nicht vergönnt. Jesus hatte gerade von seinem Leiden gesprochen, und unmittelbar danach kamen zwei Apostel zu ihm mit einer Bitte. Sie wollten im künftigen Reich Gottes links und rechts neben ihm sitzen. Kein Wort zu der gerade gehörten Leidensvorhersage! Es ging den beiden Aposteln um ihren persönlichen Vorteil. Hatten die beiden Apostel überhaupt nicht zugehört? War es Egoismus oder Verblendung? Möglicherweise lebten die Apostel wie viele Leute in Israel in der Vorstellung, der Messias werde als geistlicher und politischer Führer ein grossartiges Reich mit viel Ruhm und Ehre für Israel errichten. Johannes und Jakobus träumten bereits von ihrer Sonderstellung in diesem Reich

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Besinnung 89 – Johannes 6,60-68

Alois Hüging MSF

Die Eucharistie spaltet die Christen

„Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“ (Joh 6,68).

      Nach der Brotvermehrung waren viele Leute von Jesus so begeistert, dass sie ihn zum König ausrufen wollten. Bevor das geschehen konnte, verbarg er sich und ging auf die andere Seite des Sees. Es dauerte aber nicht lange, bis sie ihn fanden. Dann sagte Jesus, er werde ihnen ein anderes Brot geben. Dieses andere Brot sei eine Speise. Er werde ihnen sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken geben. Da war die Begeisterung für Jesus bei den meisten zu Ende. Was Jesus sagte, konnten sie nicht annehmen, und ihr Vertrauen zu ihm war nicht gross genug, ihm einfach blind zu vertrauen. Sie sagten: „Was er sagt ist unerträglich. Wer kann das hören“ (Joh 6,60)? „Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher“ (Joh 6,66).

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Besinnung 88 - Markus 6,7-13

Alois Hüging MSF

„Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben, und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen“ (Markus 6,7-8).

       Häufig wird mit Bedauern festgestellt, dass der Glaube unter den Christen schwach geworden ist. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Viele Menschen sind gläubig. Was die einzelnen Christen aber glauben, ist keineswegs einheitlich. Die Meinungen gehen da weit aus einander, auch bei vielen Katholiken, die doch das kirchliche Lehramt haben.

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Besinnung 87 - 2 Korinther 12,7-10

Alois Hüging MSF                                          
                                                                                                                          

„Damit ich mich wegen der einzigartigen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Stachel ins Fleisch gestoßen: ein Bote Satans, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe“ (2 Kor 12,7).

       Die Apostel und der heilige Paulus hatten eine tiefe Erkenntnis der Liebe Christi zu den Menschen. Die Apostel hatten Jesus einige Jahre aus nächster Nähe erleben dürfen. Sie waren dabei, als er Kranke heilte, Tote in das Leben zurück rief und wie er mit grosser Vollmacht seine Lehre vom Reich Gottes vortrug. Ihre persönlichen Erfahrungen wurden prägend für ihr ganzes Leben.

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Besinnung 86 - Epheser 2,13-18

Alois Hüging MSF

„Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen. Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden) und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder“ (Eph 2,13-14).

       Jesus ist gekommen, um alles Trennende unter den Menschen zu beseitigen oder zumindest dazu wirksame Weg zu zeigen. Die Menschen haben unzählige geistige Wände zwischen sich aufgerichtet. Das geschah und geschieht in allen Kulturen. Dazu verleitet der Gedanke, dass man selber doch besser ist als andere Menschen. So grenzten sich im antiken Griechenland die Menschen von denen ab, die keine Griechen waren. Diese durften auch nicht zu den Mysterien Kulten zugelassen werden, weil sie als Ausländer doch irgendwie für Feinde gehalten wurden. Dies ist nur ein Beispiel für unzählige Formen der Abgrenzung. Leider finden wir trennende Wände zwischen Rassen, Nationen, Arm und Reich, Gebildeten und Ungebildeten, usw.

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