Unser Glaube 55

Wilhelm von Rüden MSF

IX: Sondern erlöse uns von dem Bösen

In der letzten Bitte des Vaterunsers wenden wir uns „mit der zentralen Hoffnung unseres Glaubens“ an Gott, den wir seid Jesus Vater nennen dürfen. „Errette, erlöse. Befreie uns!“ Mit anderen Worten: Es geht um „Erlösung“, um Erlösung vom Bösen. Was ist mit dem Bösen gemeint? Ist es „das Böse“ oder „der Böse“? Beides kann man nicht trennen.

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Unser Glaube 54

Wilhelm von Rüden MSF

 VIII: Und führe uns nicht in Versuchung

Kann es denn überhaupt sein, dass Gott und Menschen in Versuchung führt, wie es die Bitte zu suggerieren scheint? Das kann nicht sein, so denken wir, und das ist es auch nicht. Aus Mt 4,1 erhalten wir den Hinweis, den wir brauchen um diese Bitte richtig einzuordnen und zu verstehen. In Mt 4,1 erfahren wir, dass Jesus, der sich 40 Tage in der Wüste aufhielt, vom Teufel versucht wurde. Der Teufel ist der Versucher.

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Unser Glaube 53

Wilhelm von Rüden MSF

VII: Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben

In unsrer Welt in der wir leben gibt nun einmal Schuld, und diese Bitte setzt sie voraus. Wer sich schuldig macht, verletzt die Wahrheit und die Liebe. Darum ist dies dazu zu sagen: „Die Überwindung von Schuld ist eine zentrale Frage jeder menschlichen Existenz; … Schuld ruft Vergeltung hervor; so bildet sich eine Kette von Verschuldungen, in der das Unheil der Schuld fortwährend wächst und immer unentrinnbarer wird.“ Natürlich kann Schuld auch überwunden werden, auch das sagt uns diese Bitte, aber „durch Vergebung, nicht durch Vergeltung.“ Wir glauben, dass Gott „seine Geschöpfe liebt“ und deshalb auch Vergebung schenkt.

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Unser Glaube 52

 

VI:  Unser tägliches Brot gib uns heute

Jesus selbst hat uns ja eingeladen „um unsere Nahrung zu beten und so unsere Sorge Gott zu übertragen.“ Wir wissen, dass „das Brot Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“ ist. Die Arbeit der Menschen aber wäre ohne Regen, ohne Sonne dann doch vergeblich.

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Unser Glaube 51

Pater Wilhelm von Rüden MSF

V: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden

Diese Bitte verdeutlich zwei Aspekte: „Es gibt einen Willen Gottes mit uns und für uns, der Maßstab unseres Willens und Seins werden muss. Und: Das Wesen des „Himmels“ ist es, dass dort unverbrüchlich Gottes Wille geschieht, oder etwas anders ausgedrückt: Wo Gottes Wille geschieht ist Himmel. Das Wesen des Himmels ist das Einssein mit Gottes Willen und Wahrheit.“ Das heißt doch dann: Erde ist dort, wo der Wille Gottes missachtet wird, nicht geschieht, wo sich der Mensch dem Willen Gottes entzieht, gar widersetzt. Was ist aber der Wille Gottes? Kann ich ihn erkennen? Aus der Heiligen Schrift erfahren wir, „dass der Mensch im innersten um Gottes Willen weiß, dass es tief in uns verankertes Mit-Wissen mit Gott gibt, das wir Gewissen nennen (vgl. Z.B. Röm 2,15).“ Aber dieses „Mit-Wissen mit dem Schöpfer“ ging verloren, obwohl wir nach Gottes Bild erschaffen sind. Wir brauchen sozusagen Nachhilfe um den Willen Gottes zuerkennen. So eine Nachhilfe ist der Dekalog, auch die Bergpredigt, die den Dekalog „weiter entfaltet,“ damit er „umso reiner in seiner ganzen Tiefe und Größe leuchtet.“ Der Dekalog, so können wir feststellen, ist „Wesensoffenbarung Gottes selbst und damit Auslegung der Wahrheit unseres Seins. Die Notensprache unserer Existenz wird uns entschlüsselt, so dass wir sie lesen können und im Leben umsetzen können.

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